Der Traum einer eigenen Boutique begann bereits in meiner Kindheit. Oftmals sind Kleinmädchenträume wie Luftschlösser, sie sind schillernd und glänzend, wie eine Seifenblase, verpuffen aber genauso schnell.
Jedoch nicht in meinem Fall, denn wenn man fest genug daran glaubt und seine Träume verfolgt, werden sie plötzlich Wirklichkeit. Mein Motto war schon immer: „Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum“. Ich hatte Glück und kann behaupten, daß mir das bisher gut gelungen ist. Schon als Elfjährige habe ich darauf geachtet, mein Geld nur für schöne Dinge auszugeben. Bereits in diesem Alter, sah ich mir uralte Ausgaben der Vogue mit der Begeisterung an, die ich im Mathematikuntericht nicht aufbrachte.
Meine Mutter hatte ja keine Ahnung, daß sie mit dem Kauf meines ersten BHs eine lang gehegte Begeisterung unterstützen würde. Ich denke, hätte sie das gewußt, dann hätte sie ganz sicher vom Kauf des wunderschönen, hellblauen Baumwollspitzen-BHs mit weißer Bordüre und Lochmuster abgesehen, denn darauf folgten unzählige Ausgaben für Spitzenhöschen, BHs und Hemdchen in den schillernsten Farben.
Ich fühlte mich weiblich, weil ich diese Dessous trug – ich war fasziniert von ihrer Geschichte und Ihrer Beständigkeit in der Mode. Aus verschiedensten Katalogen bestellte ich Wäschesets, deren Anschaffung nicht nur mein Budget sprengten, sondern die ausgesuchten Sachen hatten auch die falsche Passform. Das jedoch störte mich ziemlich wenig, Hauptsache, ich hatte die Teilchen in meinem Schrank.
Der Wunsch, diese schönen Dinge ständig um mich zu haben, wurde immer größer und ich nahm mir fest vor, irgendwann meine eigene Lingerie-Boutique zu haben.
Meine Eltern bestanden jedoch darauf, erst einmal etwas Vernünftiges zu lernen. Daher entschloß ich mich, nachdem ich meine Gesellenprüfung zur Damenschneiderin abgeschlossen hatte, noch eine Ausbildung zur Kosmetikerin und Wellnesstherapeutin zu machen. Schließlich hatte dies ja auch mit Schönheit und Ästhetik zu tun. Nach erfolgreichem Abschluß verbrachte ich mehrere Jahre als Kosmetikerin in Luxushotels und behandelte viele prominente Gesichter u.a. im Hotel Savoy - Köln, als Chefkosmetikerin in einem Alpine Resort in der Schweiz und als stellvertretende Spa-Managerin im Kempinski Grand Hotel - Heiligendamm.
Um auch noch etwas von der Welt zu sehen, verbrachte ich anschließend ein Jahr als Backpackerin in Neuseeland und arbeitete dann für 1 Jahr als Spa-Managerin auf einem Kreuzfahrtschiff. Dabei konnte ich einmal um die ganze Welt reisen!
Nun ja – ich kann nur sagen, es waren verdammt schöne Jahre, die ich niemals vergessen werde. Nun jedoch widme ich mich ganz dem Traum „Merci Chérie“ und hoffe, mit Leidenschaft darin aufzugehen. Ich kann nur sagen: Merci Chérie!
 
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